
Meine Koffer sind schwarz. Viele davon sehen sich ziemlich ähnlich. Darin stecken Videoausrüstung, eine Mavic 2, eine Mavic 4 oder eine DJI Mini. Auf den Koffern klebt pinkes Tape. Darauf steht in Weiß, was drin ist. Das ist mein Ordnungssystem. Und ja: Es bekommt jetzt einen eigenen Artikel.
Ein gutes Etikett beantwortet eine Frage, bevor ich einen Koffer öffnen muss.
Warum ausgerechnet Pink?
Die Farbe fällt auf. Auf einem schwarzen Koffer ist der pinke Streifen sofort zu erkennen. Auch zwischen anderen Taschen bleibt das Etikett sichtbar. Ich muss zuerst nur die Beschriftung finden und lesen. Das klingt banal. Genau deshalb gefällt mir die Lösung.
Dazu benutze ich einen weißen Edding. Die Handschrift muss keinen Designpreis gewinnen. Sie muss lesbar sein. Auf meinen Koffern stehen kurze Namen wie „Mavic 4“ oder „Mavic 2 Pro“. Kein Code, den ich erst übersetzen muss.
Der Koffer soll sagen, was drin ist

Bei mehreren ähnlichen Koffern wird die Außenseite schnell zur Suchhilfe. Eine Beschriftung an der Vorderseite lässt sich im Regal ablesen, ohne den Koffer herauszuziehen. Werden Koffer anders gestapelt, kann ein zweites Etikett an einer weiteren sichtbaren Fläche sinnvoll sein.
Dabei lohnt es sich, die tatsächliche Lagerung anzuschauen: Wo zeigt der Griff hin? Welcher Teil bleibt sichtbar? Sitzt das Tape auf einer möglichst ebenen Fläche? Ein Etikett auf der verdeckten Unterseite ist vor allem gut versteckt.

Kleine Taschen, klare Aufgaben
Das gleiche Prinzip verwende ich für meine kleinen Organisationstaschen. Davon gibt es viele. Eine trägt beispielsweise die Beschriftung „Kleiner Gelenkarm“. Schon vor dem Öffnen ist klar, wonach ich greife.
Wer ein ähnliches System aufbauen möchte, kann Taschen nach Aufgaben sortieren: Kabel, Befestigung, Stromversorgung oder ein bestimmtes Zubehörteil. Die Bezeichnung sollte zum Inhalt passen. „Diverses“ lässt sich hervorragend aufschreiben. Beim Wiederfinden hilft es eher mäßig.
So wird aus Tape ein brauchbares Etikett

Der Streifen braucht Platz für ein lesbares Wort. Also lieber etwas länger abschneiden, statt die letzten Buchstaben um die Ecke zu quetschen. Der Untergrund sollte sauber und trocken sein. Den weißen Marker nach Herstellerangabe vorbereiten, beschriften und die Farbe trocknen lassen. Erst dann kommt das Etikett wieder mit Händen, Taschen und dem Rest der Ausrüstung in Kontakt.
Gewebeband hält auf Stoff und strukturiertem Kunststoff je nach Oberfläche unterschiedlich. Deshalb zuerst an einer unauffälligen Stelle ausprobieren. Auch beim Ablösen sollte man keine pauschale Rückstandsfreiheit erwarten: Untergrund, Klebstoff, Temperatur und Verweildauer spielen eine Rolle. Auf Objektivglas, Displays oder empfindliche Beschichtungen gehört ein Organisationsetikett ohnehin nicht.

Beschriften ist der Anfang
Der Name außen und der Inhalt innen sollten zusammenpassen. Sobald eine Tasche eine andere Aufgabe bekommt, braucht sie ein neues Etikett. Alte Namen übereinander machen aus einer einfachen Lösung irgendwann ein kleines Rätsel.
Eine kurze Kontrolle beim Packen hilft: Ist wirklich der Gelenkarm drin? Sind die zugehörigen Teile dabei? Das Tape kann vieles. Den Koffer für mich kontrollieren kann es leider noch nicht.
Eine Rolle, ein Stift, ein übersichtlicheres Regal
Für dieses System braucht es wenig Vorbereitung. Genau darin liegt der Reiz: Es lässt sich Koffer für Koffer und Tasche für Tasche aufbauen. Pink außen, Inhalt in Weiß. Die Lösung bleibt verständlich, auch wenn neue Ausrüstung dazukommt.
Wer anfangen will, nimmt am besten die drei Behälter, die am häufigsten verwechselt werden. Klar benennen, sichtbar beschriften, im Alltag ausprobieren. Der Rest ergibt sich beim Benutzen. Und wenn jemand fragt, warum das Tape pink ist: Man findet es eben.

